„Der Rabe“ und das Grab von Hanns Heinz Ewers
Über diese Friedshofsbegegnung mit einem Raben (der auch eine Krähe gewesen sein könnte, aber egal) schrieb ich im Dezember 2023 auf der Facebook-Seite zu diesem Blog. Damit der Text dort nicht in den Tiefen des Feeds verschwindet, veröffentliche ich ihn hier erneut.
Die Koordinaten: Düsseldorf Nordfriedhof, Feld 78, Grab 55235. Eigentlich habe ich Hanns Heinz Ewers an diesem Vormittag gar nicht auf dem Schirm. Habe auf dem „Millionenhügel“ des Friedhofs für meine aktuelle Kolumne recherchiert („Senf“ und Farben – was van Gogh mit Düsseldorf verbindet“) – und komme auf dem Weg zum Parkplatz an dem Grab jenes Schriftstellers vorbei, der im DLF schon mal als „Stephen King des wilheminischen Kaiserreichs“ bezeichnet worden ist. Ab Mitte der Nuller Jahre bis Anfang der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war er Deutschlands meistverkaufter und meistübersetzter Autor. Seine letzte Ruhestätte wirkt bescheiden, hat keinen stehenden Grabstein wie die meisten anderen, sondern einen, der flach aufliegt, rundum bepflanzt mit Efeu, um diese Jahreszeit teils mit Laub bedeckt. Hier weiterlesen