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Irrsinn

„De zingende zonnebril“: Wie Holländer in Venlo Heino feiern

in Irrsinn/Popkultur/WZ-Kolumne
Heino vs. Teitur im Grenswerk Venlo.
Heino vs. Teitur im Grenswerk Venlo.

In der März Ausgabe der Zeitungskolumne zu diesem Blog geht es um einen der berühmtesten Deutschen überhaupt: Um Heino. Der Ex-Oberbilker spielte vor ausverkauften Haus in Venlo. Hier: Der Link zur Podcast-Version des Textes. Und: Extra-Fotos aus Venlo.

Ich war also in Venlo, um über Heino zu schreiben, der dort live aufgetreten ist. Wobei: Nein, das stimmt eigentlich nur bedingt, es geht zwar um Heino, aber nur ein Bisschen. Also, in jedem jedem Fall fallen auch andere Namen im Text: Die Toten Hosen und Kraftwerk zum Beispiel. Und es geht auch um eine sehr empfehlenswerte Location, das Grenswerk, aus Düsseldorfer Perspektive quasi das ZAKK von Venlo. Im Grunde genommen geht es auch um Deutschland und die Niederlande. Nein, das ist übertrieben. Also, eigentlich geht es schon eher um Heino. Darum, warum Holländer ausgerechnet Heino lieben und bei seinen Konzerten bierselig „Heino-Karneval“ feiern. Aber nicht nur. Es kommt sogar das k0mplette Gegenteil von Heino vor: der (vermutlich) berühmteste Sänger der Färöer Inseln, Teitur Lassen, der sich als Künstler nur Teitur nennt, in Dänemark ein Star ist, auf Spotify mehrere Millionen Abrufe vorweisen kann und schon mal mit Judith Holofernes zusammengearbeitet hat. Wie bringe ich das jetzt auf den Punkt? Ach, egal, lest doch einfach die Kolumne auf der WZ-Seite und schaut euch weiter unten extra-Fotos und den Link zur Podcast-Version an. Hier weiterlesen

Wie Peter Shaw 1998 die Fake-News-Zukunft vorhersah

in Irrsinn/Popkultur/Sprache

In Folge 80 „Geheimakte UFO“ der Hörspiel-Serie „Die drei ???“ sagt der zweite Detektiv einen visionären Satz über das Internet.

Seit einem halben Jahr höre ich mit meinem Kind bei Spotify die alten Drei ???-Folgen (noch mal) durch, von Nr. 1 an aufwärts. Das macht nicht nur großen Spaß, man kann auch verfolgen, wie sich die Alltagssprache ändert bzw. welche Wörter heute längst aus der Mode gekommen sind („Schurke!“, „Strolch!“, „Schuft!“). Nachdem es in den ersten Folgen noch mit Walkie-Talkie, Autotelefon und der Telefonlawine losgeht, halten langsam aber sicher technische Innovationen Einzug.  Und Ende der 1990er spielt natürlich auch das Internet immer öfter eine Rolle. In der 1998 veröffentlichten Folge Nr. 80 der Hörspiel-Serie ist mir diesbezüglich ein besonders amüsanter Dialog aufgefallen. Hier weiterlesen

Hart, härter, Heftroman

in Düsseldorf/Irrsinn/Kurzgeschichten

Dr. Wahrglocke stand vor dem Heftromanregal und war überwältigt. Eigentlich hatte er die Drogerie-Filiale nur betreten, um frische Kotbeutel für seine 14-Jährige Pitbull-Rüdin Sissy zu kaufen.

Und jetzt das: So viel guter Stoff auf einem Haufen! Genau das Richtige, um sich endlich mal wieder richtig wegzuballern. Blieb nur die Frage womit. Vielleicht: „Adel verpflichtet. 4 Romane um Liebe und Intrige. Gefühle kann man lesen.“ Oder: „Traumwelt Heimat und ihre Berge. 3 bezaubernde Romane“. Womöglich gar: „Adelshäuser. Liebe in Glanz und Herrlichkeit. 3 spannende Romane.“

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Warum ich „simsen“ gruselig und „texten“ super finde

in Irrsinn/Sprache

Ein  Plädoyer gegen das mit Abstand grauenhafteste Wort, das die deutsche Sprache zu bieten hat – und wodurch man es ersetzen sollte.

Wörter, die in unsere Sprache einwandern, gab es schon immer, und sehr oft sind sie eine Bereicherung. In diesem Sinne gibt es Anglizismen, die ich okay, ja sogar cool finde (sic!). Seit gefühlt zwei bis drei Jahren begegnen mir allerdings immer häufiger anglophone Wendungen, die ich nur schwer ertragen kann.

Etwa: „Das war total weird gestern.“

Oder: „Dieser Typ da vorne ist echt awkward.“ Hier weiterlesen

Ein Hase namens Pimmel

in Düsseldorf/Irrsinn/Kurzgeschichten/Sprache
Dieser Stoffhase will anonym bleiben. Er heißt aber weder "Pimmel", noch "Elvis Schikowsky".

Wie reagiert die Hipster-Mutter, wenn die Tochter beschließt, einem Stoffhasen einen „verbotenen“ Namen zu verpassen? Eine Alltagsbeoachtung auf einem Spielplatz in Düsseldorf.

Sitze auf einer Spielplatzbank, lese Zeitung, mein Kind klettert und rutscht – und dann höre ich die Frage des Tages, nein der Woche. Zwei Bänke weiter sitzt eine Mutter. Ende 30, Typ Bildungsbürger mit Hipster-Einschlag. Schwarz umrandete Brille vor den Augen, Dutt auf dem Kopf und Skinny Jeans an den Beinen. Sogar: Jute-Beutel auf dem Schoß, aber der ist von Aldi. Also bitte keine weiteren Vorurteile. Das hier soll kein Hipster-Bashing werden. Erwähne es nur, damit Ihr euch die Person vorstellen könnt. Ich kenne sie nicht, weiß aber, dass sie eine Mutter ist, weil ein Mädchen, das ein „Mini Boden“-Outfit trägt und ein Stofftier in der Hand hält, sie gerade angesprochen hat: „Mama, ist Pimmel ein schöner Name für meinen Hasen?“ Hier weiterlesen

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