Düsseldorfs meistvermisster Erinnerungsort der 1980er

in Düsseldorf/Popkultur/Zeitungskolumne
Die Mata-Hari-Passage an der Flinger Straße in den 1980er Jahren

1970 eröffnet war die Mata-Hari-Passage in Düsseldorf so etwas wie die Blaupause einer urbanen Einkaufspassage in Deutschland. Im Jahr 2002 war Schluss, und ein Großteil der Verkaufsflächen wurde ab 2006 von Burger King übernommen. Aktuell habe ich dazu eine Kolumne geschrieben und ein Interview geführt. Plus: Extra-Fotos.

In Rahmen einer „Sammelgeschichte“ über verschwundene Orte wie das Funkhaus Evertz, das Buchhaus Stern-Verlag oder Spielwaren Lütgenau habe ich mich Ende 2018 in meiner Kolumne für die Westdeutsche Zeitung schon einmal mit der Mata-Hari-Passage zwischen Hunsrückenstraße, Bolkerstraße und Flinger Straße beschäftigt (hier nachzulesen).

Aktuell habe ich eine Kolumne bei VierNull komplett der Passage gewidmet:

Mata-Hari-Passage-Geschichten zwischen Popkultur und Heinrich Heine: Welche Spuren der 2002 geschlossenen Mata-Hari-Passage lassen sich heute noch ausmachen? Unser Autor hat sich auf die Suche begeben – und ist dabei unter anderem auf 80 Backsteine aus dem 18. Jahrhundert und eine Büste gestoßen. (hier nachzulesen).

Hier noch zwei Extra-Fotos (Copyright Rudolf Müller) aus dem Jahr 2006, die den Bereich des „Heine-Brunnens“ sowie die Heine-Büste in der Passage zeigen, bevor er abgerissen wurde. In diesem Teil der „Mata Hari“ befand sich einst das Geburtshaus Heinrich Heines (im Hinterhaus). Hier weiterlesen

Vorschau und Rückblick: meine Lesungen in Düsseldorf

in Düsseldorf/Popkultur/Zeitungskolumne
Literaturlounge Graf Adolf. Foto: Valeria Fahrenkrog für MAP Markus Ambach Projekte

Vorschau auf eine Lesung im Malkasten vs. Rückschau auf eine Lesung im ehemaligen Gebäude der Bhaggy Disco.

Am 3. November wird der weltberühmte, aber in Düsseldorf kaum bekannte, auf dem Nordfriedhof beerdigte Schriftsteller Hanns Heinz Ewers, der „Stephen King des wilheminischen Kaiserreichs“ (DLF), 150 Jahre alt. Aus diesem Anlass wird im Künstlerverein Malkasten gefeiert, was sehr gut passt, wohnte doch Heinrich Ewers, der Vater des „Jubilars“, bis zu seiner Heirat im Malkastengarten im Malkastenhäuschen, war „Haus- und Gartenmeister“ des Künstlervereins (Quelle: „Der Unverantwortliche. Das Leben des Hanns Heinz Ewers“, W. Kugel) – bis er nach der Heirat ein Haus an der Immermannstraße baute. Außerdem hat Hanns Heinz Ewers wiederum im Malkasten Ende der 1890er Jahre seine erste Ehefrau kennengelernt, die momentan vollkommen zu Recht in den Feuilletons gefeierte Jugendstil-Künstlerin Ilna Ewers-Wunderwald. Hier weiterlesen

Als ich mich mal an das Café Green erinnerte

in Düsseldorf/Popkultur
Das Cafe Green in Düsseldorf, circa 1993. Foto: Daggi Bahners.

Anfang 2020 gab es einen Tag, an dem ich mich an das Café Green erinnerte, dieses Lokal, das rund 30 Jahre zuvor in einem breiten Schlauch rechts vom Schwimmbadeingang an der Grünstraße eröffnet hatte, und dabei dachte ich, wie aufregend es doch gewesen war, von innen durch die großen Scheiben nach draußen zu gucken und dabei ein Bier in der Hand zu halten, denn meine Freunde und ich, wir waren erst 20 oder 21 oder 22, während die meisten anderen Gäste fünf bis zehn Jahre älter waren, und so hatten wir vorher immer ein wenig Angst, an der Tür abgewiesen zu werden, und als wir dann drin waren im Café Green Hier weiterlesen

Die Düsseldorf-Formentera-Connection: Interview mit Ekkeheart Gurlitt

in Düsseldorf/Interviews/Popkultur
Formentera Grüße aus Düsseldorf-Süd
80er-Jahre-Kult-Postkarte: vorne Formentera, hinten Düsseldorf

Wer in den 1980ern und 1990ern auf den Balearen Urlaub machte, hat mir hoher Wahrscheinlichkeit eine der Insel-Postkarten von Ekkeheart Gurlitt verschickt. Im Interview erzählt der Fotograf von der wilden Hippie-Zeit auf Formentera, der Verbindung zu Düsseldorf, dem Sonnenschirm von Chris Rea und wie er per Zufall als erster nackter Mann auf dem Cover des STERN landete.

Für meine Kolumne auf viernull.de habe ich mich auf die Suche nach einer Postkarte gemacht, die Düsseldorf und Formentera verbindet. Nachzulesen ist „Formentera – der südlichste Teil der Stadt“ hier (Bezahlschranke). Weil der Fotograf eben dieser Postkarte Ekkeheart Gurlitt (72), dessen Name der eine oder die andere vor ein paar Jahren vielleicht auch in Bezug auf das Kunst-Erbe seines Großcousins Cornelius Gurlitt gehört hat (hier ein Interview im ZDF), darüber hinaus so viel Spannendes über die einmalige Verbindung einer spanischen Insel und einer deutschen Großstadt zu erzählen weiß, folgt hier im Blog, quasi als „Bonus-Track“ zur Kolumne, ein exklusives Interview, Formentera-Postkarten inklusive. Hier weiterlesen

News: Blogvorstellung, Kolumne, viraler Bhaggy-Disco-Hit

in Düsseldorf/Zeitungskolumne
BÜCHER MAGAZIN

Das BÜCHER-Magazin hat mein Blog vorgestellt. Meine Zeitungskolumne erscheint jetzt beim neuen Portal viernull.de Und: Meine 2019er-Kolumne über die Bhaggy-Disco erlebte erneut einen viralen Höhenflug.

In der Ausgabe Juni/Juli 2021 stellt „BÜCHER – das unabhängige Literatur- & Hörbuch-Magazin“ in der Rubrik „Ins Netz gegangen“ mein Blog vor:

Es begann vor Jahren mit einem fiktionalisierten Spaziergang zweier Freunde, die beide grob was mit Medien machten (was sich seither nicht geändert hat). Seitdem haben der Journalist Sebastian Brück und sein bester Freund P. Düsseldorf, Köln und das Neandertal erkundet und eine Bank mitten in einem Feld berühmt gemacht. In seinem Blog (…) macht der Flaneur Ausflüge in die Provinz, die Geschichte und die Popkultur und nimmt uns mit an Orte, die wir sonst übersehen hätten.

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(#56) Düssel ohne Wasser und Steinbruch ohne Bier

in Bergisches Land/Natur
Steinbruch Schlupkothen

Warum diese Blog-Folge nicht die letzte, sondern die vorletzte ist / Warum der höchste Hügel nicht immer die beste Aussicht hat / Und wo man einen Bierwerbespot hätte drehen können.

Wir könnten es schon heute schaffen“, sagt mein bester Freund P., als wir da aus dem Auto steigen, wo wir schon mal waren: am ehemaligen Kalkwerk in Schlupkothen. Was mein Begleiter meint: Wenn wir wollten, können wir die Mission, der sich dieses Blog gewidmet hat, innerhalb der kommenden Stunde erfüllen: Nach rund sechs Jahren und mehr als 50 Etappen entlang des bekanntesten unbekannten Flusses der Republik seine Quelle erreichen. Der rasante Endspurt einer Düssel-Begehung in Zeitlupe – von der Rhein-Mündung bis hierhin. Hier weiterlesen

Düssel-Flaneur-Story trifft Goethe-Institut

in Kurzgeschichten/Natur

Meine Erzählung „Suchen unter Buchen“ ist vom Goethe-Institut Tallin für den Podcast „Waldgänger“ ins Estnische übersetzt und von einem Sprecher als Hör-Version eingelesen worden.

„Onu Heiner marsib läbi metsa. (…)“. Das ist Estnisch, und so beginnt meine Erzählung „Suchen unter Buchen“, die nun vom Goethe-Institut Tallin übersetzt und als Teil eines estnischsprachigen Literaturpodcasts mit dem Titel WALDGÄNGER vom Schauspieler Peeter Tammearu eingelesen wurde. Motto: Der Wald und die Menschen im Spiegel der deutschsprachigen Literatur. „Meine“ Folge ist ab 30. April 2021 online. Man kann den Text, der zuvor bei ZEIT Online sowie in einer Anthologie („Durch die Wälder“) des Diogenes Verlag erschien, aber auch auf der Webseite des Instituts auf Deutsch lesen. Freue mich sehr, dass ich neben Autoren wie Robert Walser, Robert Musil, Marlen Haushofer, Doris Knecht, Wolfgang Büscher und Peter Wohlleben in diesem Podcast vertreten bin. Wer jemanden kennt, der Estnisch spricht und sich für Literatur interessiert, möge den Link gerne weiterreichen.

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(#55) Die Kathedrale neben der Düssel

in Bergisches Land/Natur/Wuppertal
Stippelsmühle Wülfrath Düssel
Die Stippelsmühle an der A535

Wie wir über eine ehemalige Bahntrasse spazieren / Wo die Düssel an einer Kathedrale vorbeifließt / Und wie wir den „Endspurt“ zur Düssel-Quelle in die Länge ziehen

Das kleine Fachwerkhaus unter der großen Autobahnbrücke: So geht es los, nicht mal 1000 Meter Luftlinie von dem Ort entfernt, den wir 2014 als Ziel auserkoren haben. Im Jahr 2021 werden wir die Düssel-Quelle ganz sicher erreichen – heute allerdings noch nicht. Vielleicht werden mein bester Freund P. und ich den „Endspurt“ sogar in zwei bis drei weitere Episoden aufspalten. Dieses Blog hat keine Eile. Wobei: Irgendwie schon.  Manchmal und ein Bisschen. Nämlich, wenn wir – wie gerade – maximal eine Stunde Zeit haben für unsere Blog-Ausflüge.

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Düsseldorfs berühmteste „Parkbank“

in Düsseldorf/Irrsinn

Wie aus einer einsamen „Parkbank“ ein lokaler Instagram-Star wurde.

Die Geschichte beginnt am 2. Juni 2018, an der Straße Am Steinebrück. Mein Nachbar Daniel Kasimirowicz fotografiert mit dem Smartphone eine „Parkbank“. Wobei diese „Parkbank“ nicht in einem Park steht, sondern an der Grenze zwischen Itter und Himmelgeist, am Rande des Gehwegs. Um die Bank herum wuchert Gras, im Hintergrund erstreckt sich ein Getreidefeld. Rund 200 Meter Freiluftschneise liegen hier zwischen den beiden Düsseldorfer Staddteilen, die eigentlich eingemeindete Dörfer sind. Hier weiterlesen

(#54) Fünfhundertfünfunddreißig Gründe, die A535 zu lieben

in Bergisches Land/Natur/Wuppertal

Wie wir das Elefantenschild übersehen  / Wie spektakulär es unter Autobahnbrücken aussieht / Und wo Hollywood-Stars die Düssel überfahren

Heute verlegen wir das Heimbüro in die Natur. So der Plan. Zwei Flaneure in einem Auto. Anfahrt über eine Straße namens Aprath, die kurz darauf in eine Straße namens Koxhof übergeht. Wir queren die Düssel, die zunächst links der Straße in einem schnurgeraden Bett verläuft und dann durch einen Tunnel die Seite wechselt und zwischen Wiesen und Wäldchen verschwindet. Hier weiterlesen

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