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Natur

„Urban-Sketching als Gegentrend zur Digitalisierung“

in Düsseldorf/Interviews/Natur
Urban-Sketch von Birgit Winter: Die Düssel im Volksgarten Düsseldorf.

Birgit Winter ist Urban-Sketcher: Sie hat ständig ein Skizzenbuch sowie Stifte und Pinsel dabei, um spontan auf vielversprechende Motive reagieren zu können. So sind auch mehrere Skizzen an und um die Düssel entstanden. Im Gespräch erzählt sie, was sie am Urban-Sketching fasziniert und wo sich die Szene in Düsseldorf trifft.

To sketch something – das bedeutet auf Deutsch: Etwas skizzieren. Was es mit der entsprechenden Künstler-Bewegung auf sich hat, bringt der erste Satz des Wikipedia-Eintrags zum Thema auf den Punkt: „Urban Sketcher sind eine weltweite Gemeinschaft von Künstlern, die vor Ort die Städte, Orte und Dörfer zeichnen, in denen sie leben oder zu denen sie reisen. Ihre Zeichnungen stellen eine Art visuellen Journalismus dar, der das Leben so zeigt, wie die Künstler es vor ihren Augen geschehen sehen.“ Auch am Rhein liegt Urban-Sketching im Trend. Birgit Winter (54) ist Teil der lokalen Sketcher-Szene. Hier weiterlesen

Homage an den Herbstsonneschatten

in Düsseldorf/Natur
Belsenplatz, Düsseldorf-Oberkassel, 15:55 Uhr

Oha, diese Sonne, wie sie im Herbst ihre Schatten auswirft und an jeder Ecke Treffer landet: Was kann es eigentlich Schöneres geben?

Also: Ich mag die Herbstsonne ja noch lieber als die Frühlingssonne und die Wintersonne und die Sommersonne. Aber am allerliebsten mag ich den Herbstsonneschatten. Sobald die Herbstsonne einen Herbstsonneschatten wirft, verschönert sich der beschattete Bereich samt Umgebung um 44 Prozent (habe das mit einer geheimen Formel ausgerechnet). Hier weiterlesen

(#44) Kein Reitweg und kein Wanderblog

in Erkrath/Neandertal/Natur

Wie wir versuchen die „Kürze“ zu entdecken / Wie eine Kurz-Etappe trotzdem eine Stunde dauert / Und wo in der Neandertal-Einsamkeit man gleichzeitig alte Bücher und frischen Senf kaufen kann.

Manchmal macht es Sinn, Dinge abzukürzen – auch textlich.  In diesem Fall fängt das so an: Schild, Tunnel, Parkplatz.  Ein Blick auf die Fotos, und Ihr wisst Bescheid … Hier weiterlesen

Interview-Spaziergang: Mit Richard Gleim an der Düssel

in Düsseldorf/Interviews/Natur

In Düsseldorf kennt man Richard Gleim als „Hausfotograf“ der örtlichen Punk- und New Wave-Szene der späten 1970er und frühen 1980er. Vor Kurzem waren einige seiner Werke unter dem Titel „ZK und die frühen Toten Hosen“  in einer Ausstellung zu sehen – mit großem Medienecho. Das Blog Düssel-Flaneur zeigt Gleim von einer ganz anderen Seite: Als Botanik-Spezialist zwischen Nördlicher Düssel und Kittelbach.

An der Heinrichstraße, auf der Trennlinie zwischen den Vierteln Düsseltal und Grafenberg, teilt sich die Nördliche Düssel in zwei Arme. Der eine zweigt scharf nach links ab (heute ausnahmsweise mal stromabwärts gesehen), der andere fließt schnurgerade weiter, nun als Kittelbach firmierend Richtung Norden. Von eben diesem Spaltwerk war vor einigen Wochen auf der Facebook-Seite zu diesem Blog ein kurzer Video-Clip zu sehen. Darunter fand sich ein beeindruckender Kommentar:

„Dort kenne ich jeden Stachelditz, jeden Blutsauger, jedes Moderlieschen, jedes Veilchen, jeden Aruncus, jede Linde, alle Pappeln, jede Platterbse, jeden Grashalm, jede Ente, jede Ratte, jeden Fischreiher und jede tote Katze. Und den Geruch des Wassers zu jeder Jahreszeit. Ja, auch die knorrige Weißbuche ein paar Schritte zurück und den Feldahorn an der Brücke der Graf-Recke-Straße.“

Grund genug sich mit Richard Gleim, dem Kommentar-Urheber, an Ort und Stelle zu verabreden. Auf der Brücke an der Ecke Heinrichstraße/Graf-Recke-Straße. Genau vor dem erwähnten Feldahorn. Zu einem An-der-Düssel-Spaziergang. Hier weiterlesen

(#43) Mit Fortuna im Neandertal

in Erkrath/Neandertal/Natur

Wie ein Nebel-Tag im Neandertal mit einemSchildbürgerstreich beginnt / Wie wir innerhalb eines Düssel-Kilometers auf zwei Fortuna Düsseldorf-Aufkleber stoßen / Und wie genau im richtigen Moment der Akku leer ist.

Raus aus dem Auto, den Berg runter, schnellstmöglich ans Düssel-Ufer, dann einen Kilometer am Flüsschen entlang – und wieder zurück ins Büro. Das wäre unser Wunschszenario! Heute Mittag sind wir endlich wieder unterwegs, leider mit engem Zeitplan. Dazu passende Phrase: Besser eine kurze Etappe – als gar keine.

Geparkt haben wir an einem offiziellen Neandertal-Parkplatz (Diepensiepen). Wer mag, wird dort neandertaltypisch mit (fast) allen möglichen Entfernungsangaben versorgt. Hier weiterlesen

(#42) Im Eisvogel-Paradies

in Erkrath/Neandertal/Natur

Wie wir in Erkrath-Hochdahl einen Superlativ unterqueren / Wie wir keinen Eisvogel sehen / Und wie sich Neandertalwiesen schmatzend gegen illegale Begehungen wehren.

Wir sitzen im Auto und unterqueren einen Superlativ. Er steht auf einer Eisenbahnbrücke und lautet:„Steilste Eisenbahn-Hauptstrecke Europas bis 1981“. Hier weiterlesen

(#41) Die therapeutische Düssel-Runde – Teil 2

in Erkrath/Neandertal/Natur

Welche Fließmanieren die Düssel hat / Warum Plätschern keine Fremdsprache ist / Und warum sich der Düssel-Soundtrack zum Meditieren eignet.

Dieser Text setzt die „therapeutische Düssel-Runde“ mit Gast-Flaneur Caterina Klusemann fort, Teil 1 kann man hier nachlesen.

Etwas weiter  flussaufwärts gerät erneut eine Brücke ins Blickfeld, die Düssel wird hier flacher und breiter.  Kurz darauf stehen wir vor einem Schild mit der Aufschrift „Wildgehege Neandertal“. Hier weiterlesen

Eine Düssel-Kindheit in Hochdahl-Millrath

in Erkrath/Neandertal/Gastbeiträge/Natur

Der Düsseldorfer Andrew Uhlemann ist in Hochdahl-Millrath aufgewachsen, am Rande des Neandertals. Für das Blog Düssel-Flaneur hat er sich in alten Fotoalben und vor Ort, am Ufer der Düssel auf Spurensuche begeben – und dabei gemeinsam mit Hündin Daisy eine gehörige Portion “Magie” getankt.

Der S-Bahnhof Hochdahl-Millrath. Ein Knotenpunkt? Man könnte es so sehen, denn zum Einen trennt die S-Bahn-Strecke S8 (Mönchengladbach/Neuss-Wuppertal/Hagen) den Stadtteil Millrath vom Neandertal, und zum anderen trennt er die Menschen drumherum in zwei Gruppen: Menschen, die nördlicher wohnen – also alle ab Gruiten und weiter nördlich – fühlen sich eher zu Wuppertal hingezogen. Und alle, die südlicher wohnen – also Hochdahler und Erkrather – fühlen sich eher Düsseldorf zugehörig. Hier weiterlesen

(#40) Die therapeutische Düssel-Runde – Teil 1

in Erkrath/Neandertal/Natur

Wie sich Gast-Flaneur Caterina Klusemann in ein italienisch anmutendes Landhaus am Rande der Düssel verliebte / Welche alten Geschichten ihr neues Restaurant Neandertal No. 1 zu erzählen hat / Und warum ein Spaziergang entlang der Düssel (fast) alle Probleme löst.

Zu Anfang dieser Blog-Folge fahre ich mit dem Auto gegen einen Buchtitel – aber nur fast. Er lautet „Engstelle im Bewegungsverkehr“ und steht auf einem Warnschild am Rande der steilen Straße, die sich von Erkrath-Hochdahl aus bergabwärts schlängelt und zuerst Feldhof und später Neandertal. Da die Straße tatsächlich ziemlich eng ist, habe ich keine Chance den Buchtitel fotografisch festzuhalten. Und auch der dazugehörige Roman müsste noch geschrieben werden 😉 Hier weiterlesen

(#39) Luftpartie ohne Gebirgsbach

in Erkrath/Neandertal/Natur

Wie wir im Neandertal nach Spuren der ehemaligen Düssel-Schlucht Ausschau halten / Wie wir uns die Düssel als Gebirgsbach vorstellen / Und wie uns das Neanderthal Museum auch mit „h“ und ohne Bindestrich gefällt.

Genau 1,2 Kilometer hin, 1,2 Kilometer zurück. Das ist das „Flanierpensum“, das uns heute erwartet. Warum wir das so genau wissen? Weil wir vor einem Schild stehen. Dort ist nicht nur unser Tagesziel – das Neanderthal-Museum – angegeben, wir erfahren auch gleich noch die in den kommenden Etappen zu bewältigende Entfernung bis „Gruiten Dorf“, einem der (wie uns oft „zugeflüstert“ wurde) Highlights des restlichen Weges bis zur Düssel-Quelle. Hier weiterlesen

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