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Blog-Relaunch: Resümee und Ausblick

in Düsseldorf
Sogar in einen Reiseführer hat es das Blog Düssel-Flaneur inzwischen geschafft.

Im Sommer 2014 unter dem Dach von Tumblr gestartet, im November 2018 ein neues WordPress-Gewand übergestreift: Was beim Blog Düssel-Flaneur in den vergangenen Jahren passiert ist und was sich nun (nicht) ändert.

Der Entschluss, dieses Blog zu starten? War spontan. Im Sommer 2014 arbeitet ich in einem angemieteten Büroraum an der Kopernikusstraße in Düsseldorf-Bilk. Die täglichen Spaziergänge mit dem Hund führten oft am Ufer der Düssel entlang, rund um die zwei Blöcke entfernte Karolingerstraße. So entstand eines Tages die Idee, als Ausgleich zu oft eher eintönigen Brotjobs den Verlauf des Flüsschens, das Düsseldorf seinen Namen gab, stromaufwärts zu verfolgen. Hier weiterlesen

Wie meine Mutter und ihr Hund zu Foto-Statisten wurden

in Düsseldorf/Kurzgeschichten

Die so kurze wie wahre Geschichte eines Fotoshootings mit dem Düssel-Flaneur-Autor samt Mutter und Hund in Düsseldorf-Bilk. Wobei: So richtig stimmt das ja gar nicht …

Und am Telefon sage ich noch zu Ihr: „Mama, du musst dich auch nur ganz kurz an der Ampel hinstellen. Mit dem Hund. Dauert nur drei Minuten. Ja, einfach dort stehen und warten. So als ob der Fotograf und ich gar nicht da wären. Was du anziehen sollst? Egal, nimm doch einfach deine Lieblingsjacke und deinen Lieblingshut. Das, was du sowieso immer beim Gassigehen anhast.“ Hier weiterlesen

Der Stoffeler Kamm

in Düsseldorf/Kurzgeschichten

Seit 1980 liegt ein Haarkamm in Düsseldorf-Bilk mitten auf der Fahrbahn, eingebacken im Asphalt. Dies ist seine und meine Geschichte.

Der „Stoffeler Kam“ ist quasi ein Speichermedium meiner Kindheit. Nachzulesen ist die (wahre) Geschichte im Begleitbuch zum Foto-Blog “Düsseldorfer Perlen” (siehe oben) von Markus Luigs (hier bestellen), das auch mehrere Textbeiträge enthält. Außerdem erschien sie in der Rheinischen Post (auch bei RP Online) sowie als Gastbeitrag in Alexandra Wehrmanns Blog Theycallitkleinparis. Hier weiterlesen

Der Brückerbach: die Expressverbindung der Düssel zum Rhein

in Düsseldorf/Natur

Wie wir eine Düssel-Flaneur Sonderfolge außer der Reihe machen / Wie wir dabei die “südöstliche Düssel” entlang spazieren / Und wie wir einen als Graureiher verkleideten Eisvogel treffen.

Vor Kurzem hat Rainer Bartel, Chefredakteur des Online-Magazins THE DÜSSELDORFER, hier im Blog in einen Gastbeitrag vom Spielrevier  seiner Kindheit zwischen Corneliusstraße und Volksgarten erzählt. Im Gegenzug hat das Blog Düssel-Flaneur bei The Düsseldorfer nun eine bzweiteilige Sonderfolge über den Düssel-Mündungsarm Brückerbach veröffentlicht. Hier weiterlesen

Eine Düssel-Kindheit in Bilk

in Düsseldorf/Gastbeiträge
Rainer Bartel an der Düssel – ca. 1960/61.

Rainer Bartel, Chefredakteur des Online-Magazins THE DÜSSELDORFER, erzählt vom Spielrevier seiner Kindheit zwischen Corneliusstraße und Volksgarten in den 1950er und 1960er Jahren.

Es hieß einfach: Wir gehen an die Düssel. Das war einer unserer bevorzugten Spielplätze. Damals in den Fünfzigerjahren. Wir ahnten nicht, dass es den schmalen Fluss auch noch woanders in der Stadt gab: Für uns war das Stück zwischen der Post an der Heresbachstraße und der Ballonwiese im Volksgarten einfach „Die Düssel“. Besonders natürlich der Abschnitt zwischen Mecumstraße und dem Hennekamp. Das war unser Revier. Und zwar nur das – bachabwärts betrachtet – rechte Ufer. Denn die andere Seite war für uns nicht zugänglich. Hier weiterlesen

(#17) Longboard-Senior mit Kim Wilde-Vergangenheit

in Düsseldorf

Warum exzessives Motzen das Düssel-Ufer verschmutzt / Wie man sich an Renault 4-Fahrten durch den Volksgarten erinnert / Und warum man Kim Wilde heute noch hören kann, Shakin´Stevens aber nicht.

Mein bester Freund P. hat angekündigt, dass er mit mir sprechen muss. Er hat sich die bisherigen 16 Blog-Folgen zum ersten Mal „so richtig“ durchgelesen und ist nicht zufrieden. Genauer gesagt: Nicht zufrieden mit sich. Noch genauer gesagt: Nicht zufrieden damit, wie ich ihn im Blog beschreibe. So als Typ und überhaupt. Details soll ich bei unserer heutigen Düssel-Flaneur-Etappe erfahren: Entlang unseres Flüsschens durch den Volkgarten – bis zur Philipshalle Mitsubishi Electric Halle. Hier weiterlesen

(#16) Seemonster und Falschmeldungen

in Düsseldorf

Warum Seemonster immer neben der Düssel schwimmen / An welchem Düssel-Abschnitt man die Zeit nie vergisst / Und warum Düssel-Flanieren nicht vor Smartphone-Sucht schützen kann.

Ihr erinnert Euch (oder lest es hier nach): 300 Düsselmeter flussabwärts habe ich meinem dauernörgelnden Freund P. ein Schweigegelübde abgerungen – bis zu den berühmten Uhren am Volksgarten soll es halten. Ein Spiel unter großen Jungs, P. geht drauf ein. Nun folgen wir dem Spazierweg am Düssel-Ufer, das in diesem Abschnitt von schweren Steinen gesäumt wird. Ein riesiger Baum neigt sich halb über den Fluss, dabei zeigt er Richtung Turu-Parkplatz. Hier weiterlesen

(#15) Düsseldorf-Sylt in 25 Zentimetern

in Düsseldorf

Warum Düssel-Flaneure keine Porsche-Fahrer sein wollen dürfen / Wie die Düssel eine der hässlichsten Straßen der Stadt unterquert / Und warum an der Feuerbachstraße mindestens ein toller Hecht im Wasser schwimmt.

Mein bester Freund P. schließt sein Klapprad am Düssel-Geländer an der Feuerbach / Ecke Brunnen an. „Alter, du glaubst nicht, was der Porschefahrer aus unserem Viertel jetzt für einen Aufkleber auf seinen Wagen geklebt hat!“

Mein Blick fordert seine Antwort, während wir unsere heutige Flanier-Etappe beginnen und auf der Feuerbachstraße den nicht asphaltierten Gehweg am Düsselrand Richtung Erasmusstraße entlang spazieren.

„Da steht drauf: Düsseldorf-Sylt, 2,5 Stunden. Wäre das ein Golf oder irgendeine Schrottkarre, würde ich sagen: Das ist ironisch gemeint. Aber so …“ Hier weiterlesen

(#14) Als wir an der Düssel Ivana Hoffmann trafen

in Düsseldorf

Warum das Bilker Düssel-Ufer jeden Sommer zum Urwald wird / Wie man von einer toten Freiheitskämpferin an einen lebenden Unfreiheitskämpfer erinnert wird / Und wie man dadurch einen Blumenstraußkauf vergisst.

Immer noch Karolingerstraße: Flaches, leuchtendes Grün am Düssel-Ufer, fließendes Wasser vor schönen Altbauten. Wir genießen die Aussicht.
Nur eine Frage der Zeit, bis der Blick auf das Wasser vom Riesenbärenklau
geschluckt wird. Hier weiterlesen

(#13) Mit Brötchen, ohne Data Becker

in Düsseldorf

Wie das Wort „Spaziergang“ durch Pegida seine Unschuld verloren hat / Wie ein Schuttfeld Erinnerungen an den Commodore 64 auslöst / Und warum Du eben genau das erreichen wirst, woran keiner glaubt.

Aachener / Ecke Karolinger: Mein bester Freund P. sieht mich schon von weitem und winkt. „Ej, du Wandervogel“, ruft er – in Anspielung auf unsere letzte Düssel-Flaneur-Etappe. Diese liegt nun schon rund vier Monate zurück, aber wer meint, wir hätten unser Ziel, die Düssel-Quelle im Bergischen Land, aus den Augen verloren, der irrt sich. Diesmal lag die Zwangspause nicht an mir, sondern an P.: Er wird in seinem neuem Job in der Probezeit so eingespannt, dass er froh ist, wenn er seine Kinder vor dem Schlafengehen zu Gesicht bekommt. Hier weiterlesen

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